Die Fotoschau ‘Weltbilder’
Bis zum 13. November 2011 haben Kunst- und Fotografie-Begeisterte noch die Möglichkeit, im Helmhaus Zürich die vierte Ausgabe der Fotoschau „Welt-Bilder“ zu besuchen. Seit vergangenem Freitag läuft die Austellung bereits, die Fotografien von Darren Almond, Edward Burtynsky, Georg Gatsas, Aglaia Konrad, Uriel Orlow, Beat Streuli, Mette Tronvoll und Ester Vonplon zeigt. Das Helmhaus liegt mitten in der Züricher Innenstadt und widmet sich zeitgenössischer Kunst, hauptsächlich von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern oder von Kunstschaffenden, die in der Schweiz leben. Montags ist das Museum geschlossen, sonst immer zwischen 10 bis 18 Uhr geöffnet, Donnerstags sogar bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Zahlreiche Führungen, Gespräche, Filmabende und Konzerte begleiten die „Welt-Bilder“. Auch für Kinder gibt es spezielle Führungen mit praktischen Teilen zum Mitmachen.
Seit 2005 präsentieren die Kuratoren Andreas Fiedler und Simon Maurer die Austellungsreihe, die handverlesene Fotokünstler zur Schau stellt. Dabei geht es sowohl um eine Geschichtsschreibung durch Fotografien, als auch um die persönliche Bildsprache und das Weltbild der Künstler. Dabei stehen eher subtile Werke im Mittelpunkt: Diese wirken jedoch häufiger effektiver und machen erheblich betroffener, als großformatige Katastrophen-Bilder.
Den Auftakt zur Austellung setzt der kanadische Fotograf Edward Burtynsky mit einer Fotografie einer australischen Silbermine. Seit drei Jahrzehnten widmet er sich bereit der Gewinnung von Rohöl, die langsam unseren Planeten zerstört: Er fotografiert Abbaugebiete, Fabrikationsbetriebe und Müllhalden.
Beaut Streulis zeigt Autofahrer in Rotlicht-Vierteln: Distanziert, fast unmenschlich wirken seine Figuren. Die Österreicherin Aglaia Konrad verzichtet gänzlich auf Menschen und fotografiert urbane Wüstenlandschaften: Fast erdrückt wird man von den häßlichen Entwürfen einfallsloser Stadtplaner und dem überall vorherrschenden Betonklötzen.
Bündner Castrich wurde kürzlich von der „EWZ-Fotoselection“ ausgezeichnet und ist mit Aufnahmen von verlassenen Hütten dabei. Ähnlich beeindruckende Fotografien stammen vom Züricher Uriel Orlov, der eine von einem Erdbeben zerstörte armenische Stadt vor die Linse nimmt.
