Integrierte Kameras in Sportbrillen

© kalafoto - Fotolia.com

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 Snowboarden, Tauchen, Klettern: Viele Sportarten erlauben es nicht, das Erlebnis selbst mit einer Kamera in der Hand festzuhalten. Für alle, die Freunden und Bekannten trotzdem das Abenteuer nicht vorenthalten wollen, gibt es jetzt eine praktische Lösung: die Firma Liquid Image hat Brillen mit integrierter Kamera auf den Markt gebracht. Die neuen Modelle stellt das Unternehmen auch auf der internationalen Messe CES (Consumer Electronics Show) vor.

Ein Brillen-Modell ist speziell für den Einsatz unter Wasser entwickelt worden, die so genannte Scuba Series HD 1080p. Für Snowboarder ist die Apex HD gedacht und für Sportarten im Gelände die Torque HD. Speziell wiederum für die Montage auf einem Fahrrad ist eine Kamera mit dem Namen Ego, da dieses Modell eine passende Halterung gleich inklusive hat.

Zur HD-Technik: Die integrierten Kameras sind mit einem Sensor mit einer Auflösung von zwölf Megapixeln ausgestattet und machen somit Aufnahmen mit 1.080p möglich. Das entspricht einer Full-HD-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde. Diese Rate kann aber noch bis auf 60 Bilder pro Sekunde erhöht werden. Die Aufnahmekapazitäten entsprechen standardmäßig einer Größe von vier Gigabyte. Nutzer können zudem eigene Speicherkarten mit bis zu 32 Gigabyte Kapazität einsetzen.

Weitere Finesse ist eine WLAN-Ausstattungen (außer bei dem Taucher-Modell). Damit können sich die Bilder direkt angeschaut werden. Die Snowboardbrille und die Geländesportbrille verfügen außerdem über ein GPS-Modul. Je nach Modell soll die Ladezeit der integrierten Akkus bis zu 2,5 Stunden reichen. 

Wer sich so ein neues Brillenmodell nun auf dem deutschen Markt zulegen möchte, muss sich aber noch ein wenig gedulden. In den USA hat die Markteinführung bereits stattgefunden. Hierzulande sollen die Modelle Ego und Torque HD ab Juni 2012 erhältlich sein. Die Apex HD ist erst für den Oktober dieses Jahres angekündigt. Nach Dollar-Preisen liegen die Kosten je nach Modell bei 150 US-Dollar für die Ego und 400 US-Dollar für die Torque HD sowie die Apex HD.

Mietobjekt für Fotostudio finden

Fotostudio © Foto-Ruhrgebiet - Fotolia.com

Fotostudio © Foto-Ruhrgebiet - Fotolia.com

Fotografieren wird immer beliebter, in der Freizeit hat man immer irgendwie eine Kamera dabei, wenn auch nur im Handy integriert. Wenn man das Hobby zum Beruf gemacht hat, fällt oft die Suche nach einem Atelier an.

Der Markt für Gewerberäumlichkeiten ist mit dem Aufkommen überregionaler Suchportale für Immobilien deutlich in Bewegung geraten. Bei der Suche nach einem geeigneten Mietobjekt für ein Fotostudio sollte man also schnell fündig werden. Allerdings sollte man dabei natürlich auch nicht das nächstbeste Angebot annehmen, sondern auf einige Faktoren achten. Vor allem, wenn das Fotostudio auf Laufkundschaft setzt, ist eine gute Lage sehr wichtig. Optimal ist, wenn das Studio in einer Einkaufsstraße oder sonstigen sehr belebten Straße gelegen ist. Wenn das Fotostudio eher auf Werbe- oder Industriekunden ausgerichtet ist, sollte eine gute Verkehrsanbindung gegeben sein, nahe oder in einem Gewerbegebiet liegen und es sollten auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Dann sollte man sich die Räumlichkeiten genau ansehen, vor allem die Deckenhöhe ist wichtig. Wenn bei Ganzkörperfotografie ein Hintergrundsystem aufgehangen werden soll, ist eine Mindestraumhöhe von 3 Metern ratsam. Die Länge des Raumes sollte eine ausreichende Aufnahmeentfernung ermöglichen und die Breite sollte Platz für die Blitzstative bereit halten. Wenn größere Objekte, wie etwa Autos fotografiert werden, sind natürlich größere Maße erforderlich. Bezogen auf die Fenster muss jede_r Fotograf_in selbst entscheiden, ob mit Tageslicht gearbeitet werden soll, also große Fenster bevorzugt werden, oder ob man die Fenster eh abkleben wird.

Eine Klimaanlage ist dann sinnvoll, wenn das Studio durch die Lichter besonders schnell aufgeheizt wird und nur schlecht gelüftete werden kann. Die Lage im Erdgeschoss mit großem Eingang kann deutliche Vorteile bieten, wenn mit großen, sperrigen Objekten gearbeitet wird. Mindestausstattung ist ein Waschbecken und eine Toilette. Letztendlich muss also individuell nach Ansprüchen entschieden werden, was man braucht und natürlich auch, was man sich leisten kann.

Der Fotograf Arno Fischer

Quelle: johann_wolfgang/Flickr.com

Quelle: johann_wolfgang/Flickr.com

Der Berliner Fotograf Arno Fischer ist tot: Er verstarb am Dienstag, den 13. September, im Alter von 84 Jahren. Gemeinsam mit seiner Frau Sibylle Bergemann, die im letzten Jahr verstorben ist, und dem seit drei Jahren toten Roger Melis gehört er zu den bedeutendsten Fotografen der ehemaligen DDR. Bis zu seinem Tod blieb der gebürtige Berliner seiner Leidenschaft, der Fotografie, treu: Er arbeitete an der privaten Fotoschule „Fotografie am Schiffbauerdamm“, die er gemeinsam mit seiner Frau kurz nach dem Mauerfall gegründet hatte, und in der Ostkreuzschule für Fotografie.

Nach dem zweiten Weltkrieg studierte Fischer zunächst Bildhauerei, entdeckte aber Ende der 50er Jahre sein Interesse an der Fotografie. Ausschlaggebend dafür sollen die Ausstellung „Family of Man“ von Edward Steichen und das Buch „The Americans“ von Robert Frank gewesen sein. Obwohl er nie eine Ausbildung oder ein Studium in Fotografie absolvierte, wurde Fischer schnell berühmt und machte sich einen Namen in der Szene. Er arbeitete für die halblegale Zeitschrift „Das Magazin“, das es meist nur unter dem Ladentisch gab und viele künstlerisch orientierten Fotografen der ehemaligen DDR zusammenbrachte. Er steuerte auch Aufnahmen für das Modemagazin „Sybille“ bei, das einen hohen ästhetischen Anspruch an seine Fotografen stellte. Auch nach dem Mauerfall blieb er seiner Heimatstadt treu und konnte endlich seinen Bildband „Situation Berlin“ veröffentlichen, was unter dem politischen Druck in der ehemaligen DDR unmöglich gewesen war.

Da sich Fischer von offener Kritik am DDR-Regime zurückhielt und eher versuchte, seinen eigenen Realismus zu finden, kam er unter anderem in den Genuss, den gesamten Ostblock und schließlich auch die Bundesrepublik und USA zu bereisen. 1988 veröffentlichte er so gemeinsam mit Heiner Müller im „Volk und Welt“-Verlag einen Bildband über New York.

Ab 1972 war Fischer immer wieder als Dozent und Lehrbeauftragter angestellt, unter anderem an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, an einer Hochschule in Dortmund und schließlich auch in Berlin. Dort lebte er bis zu seinem Tod im nahegelegenen Gransee.

Die Lomografie

Unter Lomografie versteht man eine gewisse Stilrichtung beim Fotografieren, nämlich das „lässige“ Fotografieren von Schnappschnüssen – mit professioneller Fotokunst hat die Lomografie also zunächst nichts zu tun. Der Begriff kommt von der Kleinbildkamera „Lomo Compact Automat“, kurz LC-A, die in der ehemaligen Sowjetunion die einzige Kamera mit Sucher und Innenlichtmessung war. Die Idee hinter der Kamera war, dass jeder Bürger der Sowjetunion seine eigene Kamera besitzen sollte, um die Schönheit seines Landes festhalten zu können. Wirklich wurde die Kamera, die nicht gerade sehr zuverlässig arbeitete und eine ziemlich schlechte Bildqualität hatte, millionenfach verkauft.

Dennoch gibt es eine Kunstform der Lomografie. Im Juni 1992 wurde die „Fotoinitiative Lomographische Gesellschaft“ in Wien gegründet. Ihr Ziel war es, einen neuen, ungeplanten Blick auf die Welt durch schnelle und unüberlegte Schnappschüsse zu bekommen. Diese bunten Fotos wurden dann auf großen Stellwänden, so genannten Lomowänden, ausgestellt. Obwohl die LC-A bereits in den 90iger Jahren technisch veraltet war, wurde sie durch den Lomografie-Boom bis 2005 produziert. Auch neue Kameratypen mit Vierfach- bis Neunfachobjektiven oder Fischauenobjektiven wurden entwickelt. Mittlerweile existieren überall auf der Welt lomografische Gesellschaften. 

Ein neuer Trend, der sich aus der Lomografie entwickelt hat, ist die so genannte Digigrafie – also Schnappschnüsse mittels preiswerter Digitalkameras. Oft finden sich im Internet digitale Fotoblogs, die das Erbe der Lomografie weitertragen. Doch für traditionelle Lomografie-Künstler kommt es natürlich nicht in Frage, auf den analogen Charme der alten Kameras zu verzichten. Wichtiges Merkmal der Lomografie ist schließlich, technisch unausgereift zu sein und übertrieben bunte, recht verwackelte Fotos zu schießen. Am besten eignet sich dafür eine schlechte 32-Millimeter-Weitwinkeloptikel, die besonders kontrastreiche und farbenfrohe Bilder liefert. Auch die Modelle mit Mehrfachobjektiven erfreuen sich unter Lomografie-Profis großer Beliebtheit, da sie in kurzem Zeitabstand direkt mehrere Bilder knipsen und so direkt mehre Aufnahmen des gleichen Motivs entstehen.

W. Eugene Smith

Wer ist eigentlich W. Eugene Smith? So oder so ähnlich stellen sich bestimmt viele die Frage. Muss man ihn kennen? Die Antwort ist, definitiv ja. Und das nicht nur weil seine Fotografien in Berlin im Martin-Gropius-Bau ausgestellt werden, sondern weil er tatsächlich fantastische Bilder machte.

Der Künstler, der bereits vor über 30 Jahren verstorben ist, fesselt noch immer die Menschen mit seinen Bildern, die sich auf der Suche nach der Wahrheit befinden. So hat es W. Eugene Smith einmal beschrieben. Er war ein politisch und sozial engagierter Fotograf, der in den 40er bis 50er Jahren ganz neue Maßstäbe der Fotojournalistik setzte. Vom 25.09.2011 bis zum 27.01.2011 zeigt der Martin-Gropius-Bau mehr als 200 Bilder des Fotografen und Künstlers.

Foto von W.E. Smith, Foto: arquitetando_flickr

Foto von W.E. Smith, Foto: arquitetando_flickr

Schon früh war für den Studenten der Fotografie an der University of Notre Dame und am New York Institute of Photography klar, dass es für ihn nichts anderen geben wird als die Fotografie. Der talentierte W. Eugene Smith veröffentlichte bereits nach seinem Studium Aufnahmen in den bekanntesten Magazinen wie der ‘Time’ oder auch der ‘Life’. Später arbeitete er als Kriegsfotograf. Diese Arbeit brachte ihn an Orte, an die kein Mensch freiwillig möchte. Anstatt den Krieg und die Kämpfe abzubilden, schoss Smith das Leid der Menschen und löste auf der ganzen Welt Gefühle aus.

Das besondere an der jetzigen Ausstellung in Berlin ist die Auswahl seiner Arbeiten. Hier finden sich viele unbekannte Bilder, die Smith zu seinen Lebzeiten nicht berücksichtigt hatte. Zu dieser Auswahl zählen die Bilder ‘Pittsburgh’ (1955) und ‘Hebamme’ (1951), so wie viele weitere Serien von W. Eugene Smith. Eine seiner ausgiebigsten Serien ist ‘Das spanische Dorf’, in der das Leiden der Menschen in Spanien nach dem Krieg aufgezeigt wird.

Diese Retrospektive des einzigartigen Künstlers ist eine Erfüllung für die Augen und den Geist.